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Myomtherapie am HIFU-Zentrum Lübeck

Was sind Myome?

Myome sind die häufigsten gutartigen Tumoren der Gebärmutter. Da sie hormonabhängig wachsen, finden sie sich überwiegend bei Frauen im gebärfähigen Alter. In der Altersgruppe zwischen 30 und 50 Jahren lassen sich Myome bei bis zu 30% aller Frauen nachweisen. Myome wachsen häufig unbemerkt, aber bei etwa 1/3 der Patientinnen verursachen sie Beschwerden, die zu einer deutlichen Einschränkung der Lebensqualität führen können. Typische Beschwerden sind z.B. starke und lange Monatsblutungen, Druck auf die Harnblase mit häufigem Harndrang, Verstopfung, ungewollte Kinderlosigkeit oder Fehlgeburten.
Das Ausmaß der Beschwerden hängt einerseits von der Größe und andererseits von der Lage der Myome ab. Die Größe der Myome kann zwischen 1 cm und mehr als 10 cm variieren. Bei der Lage der Myome unterscheidet man intramurale, subseröse, submuköse und intraligamentäre Myome.

Was ist HIFU?

Die Abkürzung HIFU steht für „High-Intensity Focused Ultrasound“ (energiereicher fokussierter Ultraschall). Bei diesem Verfahren werden Ultraschallwellen in den Körper eingestrahlt und so gebündelt, dass sie millimetergenau das Gewebe im Zielvolumen erwärmen können. Durch eine Erwärmung auf etwa 60°C lässt sich das Gewebe im Zielvolumen veröden.
Zur Behandlung von Gebärmuttermyomen wird HIFU mit der Magnetresonanztomografie (MRT, auch Kernspintomografie) kombiniert. Daher spricht man auch von MR-guided HIFU (MR-gesteuerter fokussierter Ultraschall). Die MR-Bildgebung dient dazu, das Uterusmyom darzustellen und das Zielvolumen für die Behandlung festzulegen. Darüber hinaus wird das MRT als überdimensionales Thermometer eingesetzt und kann so die punktgenaue Erwärmung des Gewebes überwachen und steuern.

Durchführung einer HIFU-Behandlung

Grundvoraussetzung zur Planung einer HIFU-Behandlung ist eine diagnostische MRT-Untersuchung der Gebärmutter. Danach entscheiden Radiologen und Gynäkologen gemeinsam, ob eine HIFU-Behandlung technisch möglich ist. Dies hängt in erster Linie von der Art, der Lage, der Größe und der Anzahl der Myome ab. Nach der Untersuchung geben Radiologen und Gynäkologen gemeinsam eine Therapieempfehlung ab, die immer auch entscheidend die Wünsche und Bedürfnisse der Patientinnen berücksichtigt.

DSC02023Wenn eine HIFU-Behandlung technisch möglich ist und keine Kontraindikationen (z.B. Patientinnen mit Herzschrittmacher, Allergie auf gadoliniumhaltige Kontrastmittel) vorliegen, wird ein Termin für die HIFU-Behandlung vereinbart. Die Behandlung dauert etwa drei Stunden und kann ambulant durchgeführt werden. Während der Behandlung liegen die Patientinnen in Bauchlage im MRT-Gerät und benötigen meist nur ein leichtes Beruhigungs- / Schmerzmittel. Direkt im Anschluss an die Behandlung wird der Therapieerfolg durch eine erneute MRT-Untersuchung kontrolliert. Nach der Behandlung sollte die Patientin zwei bis drei Stunden ruhen und kann danach aber die Klinik sofort verlassen. Bereits nach ein bis zwei Tagen können die Patientinnen wieder zu ihrem normalen Tagesablauf zurückkehren.

Vorteile der HIFU-Behandlung

Die HIFU-Behandlung bietet gegenüber den anderen Verfahren mehrere entscheidende Vorteile: sie ist schmerzfrei, kann ambulant durchgeführt werden und ermöglicht den Patientinnen eine sehr rasche Rückkehr zu ihren normalen Aktivitäten. Darüber hinaus ist die Methode nicht invasiv: eine Behandlung kann tief im Körperinneren durchgeführt werden, ohne die Körperoberfläche zu verletzen.

Behandlungsalternativen

Bei Beschwerden durch Uterusmyome gibt es verschiedene Behandlungsmöglichkeiten. Eine Möglichkeit ist die operative Entfernung der kompletten Gebärmutter (Hysterektomie) eine andere Behandlung ist die operative Entfernung nur des Myoms (Myomenukleation) die häufig auch mittels einer Bauchspiegelung (laparoskopisch) durchgeführt werden kann. Diese operativen Therapien werden üblicherweise in Vollnarkose durchgeführt und erfordern einen stationären Aufenthalt. Nach der operativen Behandlung kann es mehrere Wochen dauern, bis die Patientinnen wieder zu ihrer normalen körperlichen Aktivität zurückkehren können. Eine radiologische Alternative zur Behandlung von Myomen ist die Embolisation, bei der die versorgenden Gefäße über einen Katheter mit kleinen Partikeln verschlossen werden und das Myom somit von der Blutzufuhr abgeschnitten wird. Diese Behandlung ist schmerzhaft und erfordert während und nach der Behandlung eine Schmerztherapie. Darüber hinaus ist die Embolisation mit einer Röntgenstrahlenexposition verbunden.

Krankenkassen

Als recht neues Therapieverfahren wird die HIFU-Behandlung von Gebärmuttermyomen bisher von den meisten gesetzlichen Krankenversicherungen nicht als Standard-Kassenleistung angeboten. Bei den gesetzlichen Krankenkassen sollten die Patientinnen eine Kostenübernahme vor der Behandlung beantragen, die dann von den Krankenkassen in jedem Einzelfall individuell geprüft wird. Private Krankenkassen übernehmen üblicherweise nach vorheriger Absprache und Kostenvoranschlag einen entscheidenden Anteil der Kosten.

Wichtige Informationen

weitere Informationen zu HIFU [pdf]

www.myomentfernungohneop.de

NDR Schleswig-Holstein Magazin vom 03.11.2010 [wmf]

Kontakt für HIFU Therapien

Sekretariat der Klinik für Radiologie und Nuklearmedizn

Tel.: 0451 500-2129
E-Mail: sekretariat-radnuk@uksh.de